Freitag, 24. Januar 2014

Frisch auf - Winterwandern ohne Schnee

Der 1. Deutsche Winderwandertag in Willingen

Herrlicher Sonnenschein und schneebedeckte Wanderwege. Von diesen Bildern im Prospekt angesprochen hatten wir uns Ende letzten Jahres für den 1. Deutschen Winterwandertag in Willingen angemeldet. Je näher das Ereignis rückte umso mehr wurde es allerdings zur Gewissheit: Es wird keinen bzw. nur ganz wenig Schnee geben. Trotzdem ziehen wir ein mehr als positives Resumé zu dieser Veranstaltung. Für das Wetter kann niemand etwas und die Gemeinde Willingen, der deutsche Wanderverband und der Upländer Gebirgsverein hatten ein wirklich tolles Programm zusammengestellt. Für uns war es die erste Teilnahme an einem Deutschen Wandertag überhaupt und so reisten wir am Sonntag gespannt in Willingen an.

Die Begrüßung

Für uns begann der Wandertag am Sonntag mit einer Eislaufrevue des Nachwuchses des Kasseler Eiskunstlaufvereines. Schon hier war die gute Stimmung unter den Teilnehmern des Wandertages spürbar. Und so wurden die Darbietungen der jungen Eisläufer begeistert beklatscht. Anschließend nahmen wir am Begrüßungsabend im Besucherzentrum teil. Überrascht waren wir von der Teilnehmerzahl. Es hatten sich nach unserer Schätzung ca. 300 Wanderer im Besucherzentrum eingefunden. Musikalisch umrahmt von der Schützenblaskapelle Willingen wurden uns das Programm des Wandertages und die Wanderregion vorgestellt. Besonders gut angekommen ist dabei die Eröffnungsrede des Willinger Bürgermeisters Thomas Trachte. Man fühlte sich als Wanderer in Willingen willkommen, man lernte sich gegenseitig ein wenig kennen und so waren die Voraussetzungen für einen harmonischen Wandertag geschaffen.





Der 1. Tag



Nach einem wirklich reichhaltigen Frühstück in der Pension Ettelsbergblick (die wir wärmstens empfehlen können) fanden wir uns am Montag pünktlich um 09:45 zur ersten großen Wanderung (14,2 km) im Besucherzentrum ein.
Hier übernahmen uns unsere Wanderführer und los ging es. Aufgrund des großen Andranges wurden die Wanderer in zwei große Gruppen geteilt die die Strecke entgegengesetzt erwanderten.

Wandern mit Detlef
Wanderführer Detlef hatte die Sache im Griff
Wir starteten in Richtung Alte Tannen, dann ging es durch die Hochheide und an der Hochheidehütte legten wir eine längere Rast ein. Zurück ging es dann durch das Hoppecketal und den Köhlhagen zum Besucherzentrum. Leider war es die komplette Wanderung über sehr neblig so dass wir keine schönen Ausblicke, die es bestimmt zuhauf gegeben hätte, genießnen konnten. Doch die Gespräche mit den Mitwanderern, die frische Luft und nicht zuletzt die launigen Erläuterungen unseres Wanderführers Detlef ließen die Wanderung zu einem kurzweiligen Erlebnis werden.

Abends hatten wir uns noch für eine Fackelwanderung eingetragen. An der Ettelsbergseilbahn wurden wir vom Upländer Gebirgsverein mit einem Schäpschen empfangen. Dann fuhren wir bergaufwärts wo wir dann in Siggis Hütte einkehrten und den Alphornbläsern lauschen durften. Mit Fackeln bewaffnet machten wir uns dann auf die ca. 3 Kilomenter lange Wanderung hinunter ins Tal. Eine tolle Athmosphäre!

Fackelwanderung
Aufbruch zur Fackelwanderung
Tag 2



Natürlich nahmen wir auch am 2. Tag wieder an der großen Wanderung teil. Der Nebel hatte sich ein wenig gelichtet und es hatte in der Nacht sogar ein ganz klein wenig geschneit. Und so war die Stimmung bestens als wir Richtung Stryck aufbrachen. Höhepunkte der heutigen Wanderung waren die Sportstätten. Zunächst ging es an der größten Skisprungschanze der Welt, der Mühlenkopfschanze, vorbei. Hier waren die Vorbereitungen für den Skisprungweltcup schon im vollen Gange, der erste Schnee wurde gerade verteilt. Auf der Biathlon-Anlage legten wir eine Rast ein. Und vorbei am Stryckteich wanderten wir wieder zurück zum Besucherzentrum.

Mühlenkopfschanze
an der Mühlenkopfschanze - die größte Skisprungschanze der Welt
Der Höhepunkt des Nachmittags war der Besuch im Milchmuhseum in Usseln. Im alten Gebäude der Upländer Gebirgsmolkerei erfuhren wir allerlei Interessantes zum Thema Milch und durften sogar selbst Butter herstellen die wir nachher verspeisen konnten. Lecker!

Der 3. Tag



Die große Wanderung des dritten Tages führte uns Richtung Schwalefeld mit seiner Pilgerkirche. Das Wetter erlaubte uns heute doch die eine oder andere Aussicht. So konnten wir vom Ehrenmal und vom Kreuz auf dem Orenberg schön nach Willingen hineinschauen. Nach 14 von Wanderführer Rudi unterhaltsam gestalteten Kilometern durften wir uns wieder im Besucherzentrum aufwärmen.

Ehrenmal Willingen
Ehrenmal - Ausblick auf Willingen
Als Abschluss des Winterwandertages fand dann noch ein Bunter Abend im Willinger Brauhaus statt. Hier haben wir uns gut unterhalten und die allgemeine Stimmung war prima. Sehr gelungen!

Tag 4 - der Abschied

Auch am 4. Tag gab es noch Programm. Wir hatten uns aber nicht für die 8-km Wanderung angemeldet sondern wollten unbedingt noch die Mühlenkopfschanze besichtigen. Und das hat sich gelohnt! Nach einer Einführung am Fuße der Schanze fuhren wir mit der Standseilbahn hinauf, durften uns in der Springer-Lounge interessante Details über die Ausrüstung der Adler anhören und anschließend im Adlerhorst mal auf dem original Donnerbalken sitzen. Alles in Allem super beeindrucken.

Pistenraupe an der Mühlenkopfschanze
An der Schanze wird fieberhaft gearbeitet
Fazit

Winterwandern in so einer großen Gruppe (insgesamt nahmen 780 Personen an den 9 Wanderungen teil) kann auch ohne Schnee richtig viel Spaß machen. Das für uns organisierte Programm war erste Sahne und dabei konnten wir aus Zeitgründen an vielen Veranstaltungen wie z.B. das Gesundheitswandern gar nicht mal teilnehmen. Fürs Geocachen waren die Wanderungen natürlich nicht so optimal geeignet. Wir wollten ja die anderen nicht zu lange auf uns warten lassen. So sind wir an so manchem Versteck vorbei gelaufen ohne das Döslein zu suchen. Aber wir waren ja zum Wandern da. Und vielleicht kommen wir im Spätsommer, wenn die Heide blüht, ja nochmal nach Willingen. Dann holen wir auch die Schatzsuche nach!



Vielen Dank an die Gemeinde Willingen, den Upländer Gebirgsverein, den deutschen Wanderverband und an die Wirtin des Ettelsbergblickes! Es war toll bei Euch!

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