Freitag, 27. April 2012

Nachlese Molsberg

...aus der Sicht einer Geocacherin (scout89)

Unsere Geocaching-Kameradin Julia hat am viel diskutierten Event in Molsberg teilgenommen und sich dankenswerterweise bereit erklärt einen kurzen Beitrag über das Treffen und seine Inhalte zu schreiben. Hier also ihre Nachlese zum Event Geocaching und Naturschutz:

Geocaching hilft den Wald kennen und lieben zu lernen
Am 18. April fand in Molsberg im Gemeindehaus St. Pankratius ein Event zum Thema Naturschutz & Geocaching statt. Veranstalter war die Will & Liselott Masgeik-Stiftung für Natur- und Landschaftsschutz. Neben den Geocachern waren auch Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde RLP sowie Vertreter von Forst & Jagd anwesend. Im Podium saßen außerdem ein Reviewer von Groundspeak (der offiziellen Geocaching-Plattform) und zwei Geocacher.

Der Abend fing mit einer Power-Point-Präsentation zum Thema „Was ist Geocaching“ von Bernhard Theis (Biwakschachtel in Koblenz) an. Er stellte kurz die wichtigsten Basics wie z.B. Cachearten, Behältergrößen, etc. vor,

An diesen Vortrag knüpfte der Fachvortrag zum Thema Geocaching & Naturschutz von Sybille Hennemann (Bachelor of Engineering in Naturschutz & Umweltprüfung). Sie schaute sich die Geocaches in Rheinland-Pfalz an und verglich die Koordinaten mit den Naturschutzgebieten etc. Diese Daten wertete Sie aus und stellte fest, dass es viele Caches gibt, die am Rande beziehungsweise in Naturschutzgebieten liegen. Das bewertete sie als sehr bedenklich. Zum Schluss gab sie noch einen Verhaltenskodex für Geocacher und Cache-Owner heraus.

Nach den beiden Fachvorträgen ging es in die Diskussionsrunde. Diese wurde von beiden Seiten stark genutzt, jedoch war Sie mit einer Stunde sehr knapp bemessen. Die Naturschützer stellten Ihre Sicht klar dar und argumentierten stark damit, dass die Geocacher mit verschiedenen Gesetzen in Konflikt kommen wie z.B. Hausfriedensbruch beim Betreten von Privatgelände.

Auf der anderen Seite kamen auch Naturschützer zu Wort, die im Geocaching gleichfalls positive Effekte für den Naturschutz sehen. Man müsse diese Chance nutzen um Kinder / Jugendliche in Kontakt mit dem Naturschutz zu bringen. Denn schließlich bekommt man so die Kinder weg von den Fernsehapparaten und rein den Wald. „Viele Kinder wissen heute gar nicht mehr was eine Buche oder Eiche ist“, so der Naturschützer.

Leider war die Zeit für die Diskussionsrunde sehr knapp bemessen so das nicht alle Fragen die manch einem Geocacher unter den Nägeln brannten, gestellt werden konnten. Aber Ich denke der Anfang ist gemacht und wir sollten weiter daran interessiert sein mit den Naturschützern eine Einigung und gegenseitige Toleranz zu erzielen. Schließlich sind wir alle gerne in der Natur und wollen dies auch weiter sein.

Soviel zu Julias Bericht. Herzlichen Dank dafür! Weitere Informationen zum Thema findet Ihr in folgenden Blogposts. Doch nun erstmal genug der ernsten Themen. Ein für viele langes Wochenende steht vor der Tür und die Wettervorhersage stimmt. Ob nun Geocachen, Wandern oder sonstiges: Ich wünsche Euch viel Spaß in der Natur!

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