Freitag, 3. Mai 2019

Camino Tag 12 - der Stempel in Santander

In Somo startet heute der Tag mit Regen. Und irgendwie haben die vielen Kilometer der letzten Tage ihre Spuren hinterlassen. Es zwackt hier, es zwickt dort. Gestern und heute ist es der rechte Knöchel. Also ganz gemach.

Verregneter Start mit der Fähre
Unser heutiger Pilgertag startet sowieso mit der Fahrt mit der Fähre.
Und es regnet erstmals so richtig. Ein Café direkt an der Kathedrale von Santander sieht sehr einladend aus und da wir noch nicht gefrühstückt haben, können wir so perfekt dem Regen entfliehen.

Bei Regen durch Santander 
 
Erstmal Frühstück
Danach statten wir der Kathedrale einen Besuch ab und werden am Eingang gefragt, ob wir einen Stempel für unser Credential benötigen. Den holen wir uns in einem Nebenraum und bekommen besonders freundlich einen "Buen Camino" gewünscht. Und irgendwie baut der Besuch in der Kathedrale uns wieder auf.

Ein besonderer Stempel im Credential

Kurze Andacht
Obwohl wir eigentlich, wie viele andere, gestern noch damit geliebäugelt haben, die nicht besonders schöne Strecke durch Santander mit dem Zug zu überbrücken, steht das heute irgendwie gar nicht zur Debatte. Und so laufen wir weiter, immer weiter... (Ultreia, das Motto des Jakobsweges) Natürlich wieder zu 99 % auf Asphalt.

Ultreia... immer weiter
Und dann fängt es nochmal zu regnen an. Allerdings haben wir Glück und können das Gröbste unter dem Vordach einer Kirche abwarten. Hier gesellt sich Harald zu uns. Ihn hatten wir in der städtischen Herberge in Bilbao kennengelernt und seitdem nicht mehr gesehen.

Jetzt wird es Zeit, uns für eine Herberge zu entscheiden. Unsere Wahl fällt auf eine kleine touristische Herberge in Boo de Pielagos. Wir erreichen sie im Nieselregen. Die Herberge ist klasse, mit Sicherheit eine der besten am Weg. Herzlicher Empfang, sauber, alles scheinbar neu renoviert und den Schlafsack brauchen wir auch nicht zu benutzen!

Kurz vor Boo de Pielagos 
Ach ja, und eine Bekannte ist auch da. Margita haben wir zuletzt in Castro Urdiales gesehen. Jeder macht den Weg auf eigene Art und Weise. Und irgendwann trifft man sich irgendwo wieder. Auch das sind Geschichten, die der Jakobsweg schreibt.

Mein Knöchel gibt mir heute Abend positive Rückmeldungen. Mal sehen,  wo es morgen zwackt.

Bis bald im Wald! Oder in Kantabrien... Euer Jörg

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